der tramper aus der DDR
„es war nicht üblich, dass man sprach
und fragte so wie hier, was einer macht,
es war egal im osten, war nur alltag,
der nicht wichtig war am abend“, sagte sie.
ihr bruder packte die gitarre aus
dem etui und die rasselrohre
und die trommeln wurden herum-
gereicht und als das repertoire
der liedertexte durchgesungen war,
die kerzen flackerten, der wein
war leer, da blieb etwas,
das wünschte sie so sehr. es findet sich
in keinem liederbuch: das lied
vom tramper aus der DDR.
Martina Weber Print
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