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Martina Hefter

gehen

neben jemandem, in den man heimlich verliebt ist

Wie das Angestupstwerden puscht. Ich pulse.
Bleib so, ich kaufe, surfe – Surplus – auf Trugblüten,
dufte, koste von diesem ausgesprochnen Gold.

Der Trick mit dem Schwanenhals.
Schaff das noch mal so rasch,
ich fahre per Tacker die Umrisse nach.

Immer das ganze Meer trinken, immer mich werfen
in uraltes Repertoire: gehen wie unter Wolken,
das muss ich endlich verlernen.

Einfach spazieren. Gern patzen. Mitten spinnen im Reden
über Wertpapiere und Flieder. Ich zeig dir im Gehen
das Glimmen.



→  gehen

betrunken, zu zweit, nachts eine Straße entlang

Ich zeige dir gehen als Trick. Schaffen wir das ohne Patzer?
Gern in den Flieder, mit Trinken.
Ich bin nicht aus Papier.

Wertsachen wären jetzt dufte. Bleib in den Puschen,
dein Puls wirft dich um, hier sind festgetackerte Blüten,
die kannst du verkaufen.

Reden wir einfach nie wieder.
Immer surfen wir gleich
mitten unter die Schwäne, was kostetet uns das?

Was wir spinnen, ist etwas zu golden.
Ich verlernte, durch Repertoires zu spazieren,
jetzt stupsen wir an die Umrisse der Wolken.

Martina Hefter. Vom Gehen und Stehen. kookbooks 2013

Martina Hefter   2013    Druckansicht  Zur Druckansicht - Schwarzweiß-Ansicht    Seite empfehlen  Diese Seite weiterempfehlen

 

 
Martina Hefter
Lyrik

Vom Gehen und Stehen
Nach den Diskotheken