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ein märchen aus nahtajastan

ich zeltete einst,
stumm inmitten nächtlicher ufer
und stilllos war ich gebettet
auf meinem feuerlager -
stets im fluß,
stets fackel
zu werden,
stets getragen, geschickt, gesandt
fort! und hin! hinüber...gestrandet...

oh ja, mein freund, ich kenne den wind,
der durch die federn und felle der wälder streift, herbstens
- listig und schweigsam, einem luchs gleich schleichend
und mit augenklingen -
kreist er um das nachtmahl,
vor das sich der himmel gesetzt

und so zelte ich,
ein wenig weiter
inmitten nächtlicher ufer
damit der wind ein und aus gehen kann,
denn ob schuppen oder schlösser -
was nicht aufgeht, wird er stürmen - und!
zurücklassen, auf - und durchgewirbelt
und durchlöchert, wo die sterne eingeschlagen...
denn betanzt soll es werden, umwundert und umsehnt,
dies nachtmal,
marmorschwarz vor blauen himmel
gesetzt, um jenen einen funken

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Khalidah
Lyrik