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Kerstin Becker
Fatna

Fatnas Gesicht eine Wüste
die lächelte
all ihre Kinder
lebten darin zurück
gelegtes Schweigen vertrocknete
Wege zum Brunnen dem Herzen
Allahs / Sie
musterte Menschen lang
bis das Lächeln
aus all den Furchen kroch Fatna
sich erhob ihre Arme
ausbreitete Mandeln
aufschlug zwischen Steinen
saß eine zerbrechliche
Wurzel der Welt

Tagounite

Habib setzte mühsam sich auf
da die Tür
im Keuchen des Sturmes
schlug der hereinlugende
Himmel hatte gerötete Augen
aus Sand / Habib
holte mit einem Wort Wasser / schmeckte
den Ton des Kruges im Mund / steckte
den Kopf zurück
in die Schultern in den
milchigen Sing Sang
des Schweigens

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Kerstin Becker
Lyrik