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Jörg Bernig
im lot

die bilder drängen sie zwängen sich in die lücken des tags |
keinmal noch ist die flucht vor ihnen geglückt
überhaupt glück | dieser scheue besucher
geheimnisumwittert wie eine in jungen jahren
auf die andere seite der welt entschwundne verwandte |
es läßt uns kartengrüße und ein echo als erbschaft |
vom hügel herab ruft wer und winkt was - das wär ein anfang |
die zeit schwebt schwalbenhoch | höher noch als die lichtstrahlen über dem land |
sie hält ein pendel und wir hängen am ende der schnur schwingen über der tiefe |
nichts stört die stille | nur des steinmetzes klirrender meißel
fixiert ein paar punkte | lektüre für die flaneure die blumenfreunde
datensammler schmerzensreiche witwen und waisen |
ein leichter luftzug genügt und das laub fällt als gold von den linden |
nichts stört die stille | wir schwingen aus am pendel der zeit | wir sind das lot

 

Aus: wüten gegen die stunden. Mitteldeutscher Verlag: Halle 2009

Jörg Bernig   13.02.2009     Druckansicht   Zur Druckansicht - Schwarzweiß-Ansicht    Seite empfehlen  Diese Seite weiterempfehlen

 

 
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