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Vom spurlosen Verschwinden der Sehnsucht

Irgendwas musste passiert sein: Als der Konvoi
schwerer dunkler Wolken schließlich vorfuhr,
hatten sich die Hortensien längst ausgetobt
an der Hauswand, im Garten schwieg
das nachlässig gespannte Volleyballnetz
zu den Vorgängen, nur die Terrassentür
knarrte im Windzug hin und her.
Auf dem Tisch draußen eine halbvolle
Flasche Weißwein, darin zwei tote Wespen,
kühl beseitigte Augenzeugen.
Während der Abend ausblutete,
pritschten das Schreckliche und das Schöne
sich lässig einen unsichtbaren Ball zu.
Hellmuth Opitz    29.08.2009    Druckansicht  Zur Druckansicht - Schwarzweiß-Ansicht    Seite empfehlen  Diese Seite weiterempfehlen
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Lyrik