poetenladen    poet    web

●  Sächsische AutobiographieEine Serie von
Gerhard Zwerenz

●  Lyrik-KonferenzDieter M. Gräf und
Alessandro De Francesco

●  UmkreisungenJan Kuhlbrodt und
Jürgen Brôcan (Hg.)

●  Stelen – lyrische GedenksteineHerausgegeben
von Hans Thill

●  Americana – Lyrik aus den USAHrsg. von Annette Kühn
& Christian Lux

●  ZeitschriftenleseMichael Braun und Michael Buselmeier

●  SitemapÜberblick über
alle Seiten

●  Buchladenpoetenladen Bücher
Magazin poet ordern

●  ForumForum

●  poetenladen et ceteraBeitrag in der Presse (wechselnd)

 

Christoph Wilhelm Aigner

Nach langer Abwesenheit


Als ich ankam unter Fauchen
und Kratzen der Sonne waren die beiden
Katzen dünn wie Dachziegel

Ein winziger Sprühregen mühte sich durch
die Hitze wir hatten für Minuten
schimmernde Läuse im Pelz

Uns knurrten die Mägen. Bis zum Morgen
saßen wir im Gras im Garten
starrten einander an

Lichtsaat


Sternsamen
die morgen aufgehn
in einer einzigen
gleißenden Blüte

Die Sehnsucht


Ein Bussard unter meinen Rippen
der hinpfeift auf der blanken Fläche
zwischen glasierten Wolken überm
gefrorenen Feld. Aufgebrochen
als hätten Gestalten Trüffeln gesucht

Steig kreuz und quer im Wind

Der Regen bürstet das Land

Könntest du aus der Erde springen
wie Musik und hauchst mir ins Ohr

Aus: Das Verneinen der Pendeluhr (DVA 1996)

C. W. Aigner  31.07.2009     Druckansicht  Zur Druckansicht - Schwarzweiß-Ansicht    Seite empfehlen  Diese Seite weiterempfehlen

 

 
Christoph Wilhelm Aigner
Lyrik
Gespräch