Roland Erb: Trotz aller feindlichen Nachricht

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Gedichte 
• Trotz aller feindlichen Nachricht  
• Reihe Neue Lyrik – Bd. 7  
• Kulturstiftung des Freistaates Sachsen
• poetenladen 2014  
• Hardcover 128 S. 
• ISBN 9783940691606  


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Roland Erb 
Trotz aller feindlichen Nachricht 


Vor Roland Erbs Gedichten spielt Geschichte, verfängt sich in den Texten, lagert sich ab. Und in den Ablage­rungen erst wird sie sichtbar, verliert sie das Flüchtige und erhält erneut und ver­stärkt Gegen­wart. Oft in all­täg­lichen Situationen. Dabei auch in Figu­rationen, die Komik nicht aus­sparen.

Roland Erb wurde 1943 in Thüringen geboren und lebt in Leipzig als Autor, Lektor und Übersetzer. Nach seinem erster Gedichtband Die Stille des Taifuns (Aufbau Verlag 1981) erhielt er ein mehr­jähriges Publi­kations­verbot. Nun ist sein neuer Band in der Reihe Neue Lyrik (KdFS) er­schienen.

Stimmen

Nach langer Zeit ist nun endlich ­ unter dem äußerst passenden Titel „Trotz aller feindlichen Nachricht“ ­ ein neuer Band mit Gedichten Roland Erbs erschienen. ...

Der Sprecher dieser Gedichte ist einer, der sehr genau hinschaut auf die Schichten der Geschichte und aufmerksam macht auf die Nahtstellen zwischen den großen und den kleinen Verwerfungen und Erschütterungen darin. Er tut das in einem sehr leisen, schlichten, bisweilen beiläufigem Ton.

Signaturen | Uwe Hansen

                  

Nichs ist einfach zu haben und selbst das, was wir hätten, wissen wir nicht. Ich denke, Roland Erb bleibt bei dieser Feststellung. Es ist die offene Wunde, die sich nicht schließen lässt, und jede Hoffnung fordert und zugleich in ihrer Forderung entlarvt sie sich selbst, da ihr Objekt „ins Blau(e)“ geht. Aber so dürr und geschändet, auch enttäuscht diese Hoffnung in der Wirklichkeit auch sei: „Und noch schien nicht alles zertrümmert“. Ganz, ganz stark ist dieser Band.

Fixpoetry | Oktober 2014 | Paul-Henri Campbell

                     

Doch die Gedichte Erbs verorten und verzeitlichen sich meist von selbst oder legen willentlich falsche Fährten. Hier liegt eine Stärke des Bandes: Nach Abschluss der Lektüre gewinnt der Leser unweigerlich an (Fremd-)Erfahrung dazu. ...

 Der Leser hat mit dieser Sammlung die Chance, sowohl das Vergangene als auch dessen Abbild in der Gegenwart, dessen Auf- und Abtauchen an neuen und wiederbesuchten Orten wahrzunehmen. Die Sprache ist stets einfach gehalten, verfällt selten in hohe Töne und wandelt zwischen einer Fülle von Stimmen umher, deren Spektrum dabei über brausend, sanft oder beschwingt weit hinaus reicht, so dass man oft gewillt ist, die eigene in diesen Stimmen entdecken zu wollen, allen „feindliche[n] Nachrichten“ zu trotzen. Spätestens bei dieser Erkenntnis erspürt man die Übersetzertätigkeit Erbs, seine Fähigkeit, einen eigenen vielseitigen Ton zu schaffen und immer den passenden zur Vermittlung des Inhalts zu wählen.

Lyrikzeitung | Christoph Georg Rohrbach

                       

Manche [Gedichte] sind geschichtlich verortbar, etwa wenn von den Leipziger Protesten berichtet wird. Viele sind jedoch nicht einem Ereignis vor oder nach der Wende zuordenbar, könnten in beiden Ären entstanden sein. Denn es gab wohl einen Bruch des politischen Systems, aber für den Dichter beidseits Wirrnis, Zweifeln und Hoffen, nicht den einen Schritt aus der Hölle in ein Paradies…

Fixpoetry | Oktober 2014 | Monika Vasik

Roland Erb
Trotz aller feindlichen Nachricht
Gedichte | Reihe Neue Lyrik – Band 7
Kulturstiftung des Freistaates Sachsen
Herausgegeben von Jayne-Ann Igel,
Jan Kuhlbrodt und Ralph Lindner
poetenladen September 2014
Hardcover 128 S.
ISBN 978-3-940691-60-6

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