poet 18

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Literaturmagazin 
• 256 Seiten, Softcover 
• Gesprächsthema: Literatur u. Lesen
• poetenladen, Frühjhar 2015


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poet 18 – Literaturmagazin

Lesen – ein Thema, wie es viel­schichti­ger kaum sein könnt­e. In den Gesprächen dieser Ausgabe stehen die reichen Lese­erfah­rungen eines langen Autoren­lebens neben philo­sophi­schen Betrach­tungen. Das profes­sio­nel­le Lesen einer Kriti­kerin gehört ebenso hierher wie die persön­liche Lese­begeis­terung.

Lyrisch bietet der poet u.a. einen Ausflug nach Flandern und zeigt sich in der Prosa von der Minia­tur bis zum Roman­auss­chnitt äußerst facettenreich

Der poet hat Autorinnen und Autoren gefragt, wie die nächste Generation lesen wird. »Echtes Lesen setzt voraus und lehrt, was heute ge­sell­schaft­lich als uner­wünscht oder als Ana­chro­nis­mus ange­sehen wird: Lang­sam­keit.« So eine der Au­toren­stimmen.

Acht Erzählerinnen mit neuen Texten

»Zum Lesen gehört das Risiko, dass der Akt des Lesens mich nicht unverändert lässt.« Marcus Steinweg

»Ich könnte besser ohne zu schreiben leben, als ohne zu lesen.« Nadine Kegele

»Das Buch ist ein Objekt, etwas Räumliches, in dem ich gedanklich spazieren gehe.« Ina Hartwig

Editorial  |  poet nr. 18 


Wir erleben nicht so sehr eine Krise des Schreibens als eine des Lesens. Woche für Woche erscheinen bemerkenswerte Romane und Gedicht­bände von aufregendem Format, wobei lite­rarische Preise und Festi­vals den Eindruck erwecken, die Lite­ratur finde weit rei­chende Auf­merk­sam­keit. Doch vieles – etwa in der Lyrik – spielt sich im Innern eines kleinen Zirkels aus Lite­raten, Kritikern und Kennern ab. Der Kon­trast zwischen der Hoch­tourig­keit des Betriebs und den Resonanzen, die seine Pro­duktionen jenseits der profes­sionel­len Leser­schaft finden, könnte kaum größer sein. So wäre es auch eine Aufgabe von Literatur­zeit.äschriften, ein wenig dazu bei­zutragen, diese Kluft zu verkleinern. Illusorisch? 
  Neben Beispielen deutsch­sprachiger Lyrik hält der poet nr. 18 ein ansehn­liches Dossier von Gedichten aus Flandern bereit. Der Prosateil lässt ahnen, welche Vielfalt an lite­rarischen Stimmen in der erzäh­lenden Literatur hier und jetzt vor­herrscht. Die Miniatur, von uns seit langem gepflegt, ist ebenso dabei wie der Romanaus­schnitt. 
  Trotz Lesekrise also – es lohnt den literarischen Raum dieser Ausgabe zu durch­schreiten, um Neues zu ent­decken, ja, mag der Leser das Glück haben, auf Pas­sagen zu stoßen, die, wie der Philosoph Marcus Steinweg es formu­liert, wie ein Blitz ein­schlagen und die eigene Realität neu konfigurieren.

Andreas Heidtmann, Frühjahr 2015

poet nr. 18
Literaturmagazin 
Andreas Heidtmann (Hg.)
poetenladen, Leipzig Frühjahr 2015
256 Seiten, 9.80 Euro 
ISBN 978-3-940691-63-7
Gefördert von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen sowie vom 
Flämischen Literaturfonds.

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