Jürgen Nendza: Apfel und Amsel

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Gedichte 
• 72 Seiten, Taschenbuch 
• poetenladen 2012/2014 
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Jürgen Nendza: Apfel und Amsel

Jetzt als Taschenbuch, poetenladen 2014

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Jürgen Nendzas neues Buch ist im jungen und ambi­tionierten Leipziger Poetenladen erschienen. Es zeigt Nendza als einen aus­gereiften, sprach­sicheren Lyriker.

Jürgen Nendzas Lyrik ist unaufdringlich, doch umso bedachter. Sprachliche Innovationen, die durchaus in seinen Gedichten walten, kommen – wie Zypernkatzen – auf leisen Sohlen. Dem Leser fallen sie kaum auf, so nimmt er Fachtermini, Neologismen oder Bildbrüche einfach hin, ohne sich aus dem meditativen Sprachfluss reißen zu lassen. Klammheimlich verbergen Nendzas Gedichte in einer recht gebundenen Form größere innere Spannungen, die dann unbemerkt doch weiter arbeiten.
Deutschlandfunk | Büchermarkt (November 2012)

Jürgen Nendzas Gedichte kommen leise und fragil daher. Es entstehen Texte, die durch eine Überblendung der Bedeutungsebenen überzeugen. Seine Lyrik besticht durch reflektierte Impressionen, die zu eigenen Assoziationen anregen.
Frankfurter Allgemeine Zeitung | Henning Heske (August 2013)

Jürgen Nendzas Gedichte tasten sich nah an jene Momente heran, da Er­schei­nungen entstehen oder sich auflösen. Immer wieder loten sie mit ihren Motiven und ihren lang anlau­fenden Versen aus, ob das Sprechen für einen Augenblick die Zeit zu stauen vermag. Landschaften kommen so ins Bild und die Liebe eines Paars, aber auch histo­rische Spuren ...

Jürgen Nendza erschafft mit seinen Versen eine eigene Welt, eine »Umgebung aus Echos«, die bis an den Gedächtnisrand führt.
Stuttgarter Zeitung | Nico Bleutge (Juni 2012)

Jürgen Nendza, 1957 in Essen geboren, hat sich Buch für Buch in die Beletage der deutschen Gegenwarts­lyrik geschrieben. Auch in seinem neuen Gedicht­band Apfel und Amsel zeigt er sich wieder als ein sensibler, historisch reflek­tierter Beobach­ter von Natur und Landschaft.
WDR | Mosaik (Juli 2012)

Immer einen Gedanken zurück und einen Schritt voraus – so ist die Lyrik von Jürgen Nendza. Für ihn ist ein Berg ein aufgefaltetes Meer. Und mir sind seine Gedichte eine große Freude!
Lyrikwelt | Sefan Heuer (Dezember 2012)

Jürgen Nendzas Dichtung ist in vieler­lei Hinsicht unkon­ven­tionell, ja, außer­gewöhn­lich und einzigartig ... Es sind behut­same Gedichte, leise und zutraulich, sie arbeiten mit hoch­sensiblen Mitteln.

So gelingen die Gedichte in ihrer ästhetischen Kohärenz, auch wenn es eine sehr unge­wöhnliche Schicht­chirur­gie gibt, gerade durch ihre Schwebe­zu­stände und die – wie man es in der Prosa nennen würde – unzu­ver­lässige Erzähl­weise. So ergeben sich aus Nendzas eigenem Tonfall mit fri­schen Bildern Gedichte, die man so noch nicht gelesen hat.
Ostragehege (Juni 2013) | A. Steigenberger

Apfel und Amsel? Der Titel des aktuellen Gedichtbandes legt nahe, dass Jürgen Nendza hier sein poetisches Schrebergärtchen bestellt. Doch weit gefehlt. Raffiniert verschränkt er feinsinnige Naturbeobachtungen mit der menschlichen Innenaustattung – Körper, Landschaft und Geschichte bilden variable Kulissen ...
Werkproben (NRW) | Hellmuth Opitz

Die fließenden Verse entfalten klangvolle Panoramen, die stets auf mehreren Ebenen zu lesen sind. So entstehen Gedichte voller Möglichkeitssinn, die die Differenz zwischen Außenwelt und innerem Sensorium nicht nur fassen, sondern produktiv weiterdenken.

Der aufmerksame Leser ist am Ende der Lektüre dieser höchst poetischen »earth education« ein anderer geworden.
Rheinische Post | Christoph Leisten (November 2012)


In Jürgen Nendzas Gedichten findet sich alles, was ein ästhetisch befrie­digendes Gedicht ausmacht — Anschau­lich­keit, Reflektion, Emotion, klug gesetzte Brüche — im richtigen Misch­verhältnis.

Apfel und Amsel, an dieser Alliteration ist nichts auf­dringlich, sie gehört in den Alltag, zum eigenen Garten womöglich, und aus genau dieser vermeintlichen, allein vom Titel heraus­beschworenen Bekanntheit entwickelt Jürgen Nendza eine neue und intensivere Art des Sehens, in der die Barrieren von Landschaft und Selbst allmählich füreinander durchlässig werden.

Apfel und Amsel ist ein helles Buch – Bekenntnisse eines »Lichtkeimers«, eine Liebes- und Lebenshymne.
Jürgen Brôcan | Fixpoetry (Mai 2012)


In seinem neuen Band geht Jürgen Nendza seinen einge­schlagenen Weg konse­quent weiter.

Sehr gelungen sind auch die Ver­flech­tungen von Land­schaft und ihrer Ge­schich­te im Abschnitt Bulten und Schlenken. Dort gelingt es Nendza, die Beson­der­heiten der Region Hohes Venn, eines Hoch­moors an der deutsch-bel­gi­schen Grenze, poetisch zu erfassen und gleich­zeitig Hin­weise auf histo­rische Schick­sale, wie die der russi­schen Kriegs­ge­fangenen im Zweiten Weltkrieg, der deutschen Fall­schirm­springer oder des Liebes­paares Marie und Fançois, das sich im Winter verirrte und erfror, einzubinden.
suite 101 | Henning Heske (August 2012)


Nendzas Gedichtband Apfel und Amsel lebt vom klugen Hinschauen, von einem konzentrierten Blick, der die Realität nie aus den Augen verliert, der sie aber in eine Art poetisches Raster verwandelt, das sich über die Wirklichkeit legt und sie gleichzeitig ver- und entzaubert.
Freie Presse | Matthias Zwarg (Juli 2012)


Aus eher spröden Wortgliederungen filtert Jürgen Nendza suggestive Bilder, die zuweilen wie eine poetische Vermessung der Welt anmuten.
Aachener Nachrichten | Grit Schorn (Juli 2012)


In fantasievollen Gruppierungen lässt Jürgen Nendza seine Gedanken, Gefühle und Beobachtungen in sprachlich schwingende Miniaturen einfließen. ... Ein Buch, das man oft zur Hand nimmt.
Aachener Zeitung (August 2012)


Nendzas Gedichte sind sanft-fragile Sprachgebilde, die nur scheinbar federleicht dahinfließen. Immer wieder lassen sie den Leser stolpern, über Bilder, Metaphern, über Brüche in der Wahrnehmung und das Spiel mit den Erwartungen, das sich aus Lesegewohnheiten ergibt.
Kulturmagazin Cineastentreff | Gerrit Wustmann (Juli 2012)


Mit seinem neuen Band „Apfel und Amsel“ beweist Jürgen Nendza wieder mal sein detailreiches Auge für die kleinen Dinge im Leben und schenkt dem Hörer oder Leser eine Fantasie-Reise.
Klenkes | Stadtmagazin Aachen (August 2012)


BLÄTTER fallen, Federn und was sagen
die Blutkörperchen, die roten und die weißen:

Ein Zittern geht umher wie jeden Tag, immer
wird etwas gesucht. Wir lesen uns

mit Händen, öffnen, einsortiert ins Licht,
die Augen und wir schließen sie. Ich scharre

mit den Wimpern. Wir hätten schlafen können
in der Luft, im Flugschatten der Amsel, so unliniert

stand einmal der Tisch, der keiner war, im Zittern
und im Gras. Das Zimmer horcht jetzt auf,

die Stille schlägt mit Türen: Du kommst herein,
die Hände voller Seen, auf denen Blätter treiben.

Die vergriffene  Originalausgabe erschien 2012 aks Hardcover
unter der ISBN 978-3-940691-36-1

Jetzt als Taschenbuch erhältlich
Poetenladen 2014 | ISBN 978-3-940691-58-3

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