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Birgit Müller-Wieland
Reisen Vergehen
Immer reist uns der Tod hinterher
wenn wir uns sommers in Abenteuer
stürzen ins wildgewordene Meer
von Patmos wo weder Gott uns erreicht
noch Teufel aber das Telefon
mit Mutterstimme bröckelnd die Zeitungsnotizen und apokalyptisch auch
der Balkon in Ushgorod mit plötzlichem
Empfang für westliche Nachrichten immer zu früh
gekommen legen auf Capris Geblühe sich
Schatten auch und schwarz gescheckt die Sonne
schwankt überm Monte Solaro zu dem wir
schweben und uns wundern werden
über den Blick von oben diesen Tumult
verstümmelten Blaus

 

Birgit Müller-Wieland    11.09.2008    Druckansicht  Zur Druckansicht - Schwarzweiß-Ansicht    Seite empfehlen  Diese Seite weiterempfehlen
Birgit Müller-Wieland
Lyrik