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Bianca Döring
Nacht II

Kein Atem mehr. Es schneidet
die Nacht alle Farben entzwei,
löscht die Gärten.
Ausgeweidet
liegt die Welt, und in den Fährten
der Tiere les ich heillose

Angst. Selbst am Tag
klettert der Stern, der große
nur mühsam hinauf, schwarz
sind seine Himmel verhüllt. Ich trag
die kleinen toten Falter wie letzte Geschenke
und es duftet das Harz
mancher Bäume als ertränke
eine Libelle darin wie in Gottes Traum.
Kein Vogel singt.

Und alle Schatten auch
sind verweht: so ist der Tod.
Kaum
daß ein Leben
klingt
purpurrot,
ein Schrei
gerade eben:
ist's Rauch.

15.9.05

Bianca Döring    27.09.2007   Druckansicht  Zur Druckansicht - Schwarzweiß-Ansicht     Seite empfehlen  empfehlen

Bianca Döring
Prosa
Lyrik