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Axel Kutsch

Gang durch ein Gedicht

Treten Sie ein.
Genieren Sie sich nicht.
Schon sind Sie mitten
in einem Gedicht.

Gehen Sie weiter.
Bleiben Sie nicht steh'n,
damit Sie die Verse
bis zum Ende seh'n.

Seien Sie locker
und nicht so bang.
Schlendern Sie entspannt
die Zeilen entlang.

Atmen Sie ruhig.
Laufen Sie nie.
Hast ist die Feindin
der Poesie.

Betrachten Sie noch
einmal mit Bedacht,
was der Autor sich
für Sie ausgedacht.

Nun sind Sie bereits
am Ausgang des Gedichts
und sehen betroffen:
Eigentlich nichts.

 

Axel Kutsch  03.02.2008   Druckansicht  Zur Druckansicht - Schwarzweiß-Ansicht   Seite empfehlen Diese Seite weiterempfehlen

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