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Asmus Trautsch
Bar, Lower Manhattan

die Glut der Augenlust den Flow auf feuchter
Haut gespürt mit lässiger Libido schaltet sich
selten und langsam ein Lid in den statischen Blick:
auf dem Tisch stülpen ihm halbnackte Frauen ihre Brüste
in den Kortex cool bleibt die Hand am Glas. Merengue
löst hier keine Knoten mehr.

Tagsüber hat er vor Schirmstaffeln gesessen
eine Hydra in Guccipelle mit Achterbahnappetit
pro Einsatz wurde die Blitzdividende
zwei Finger breit rübergewettet nur weil die
Nase wie er sagt im rechten Moment gezückt war.
Lass andere hasten.

Seine Wunderkammern sind mit Nummern bestückt
eine Galathée nach der andern wird als Bonus
zum Trocknen in den Sonntag gehängt
& wenn manchmal die Rolex nach Tachykardie
tickt dann wirft er die Augen aufs Roulette
bis nichts mehr geht.

Aus: Treibbojen. Gedichte. Verlagshaus J. Frank: Berlin 2010.

Asmus Trautsch   23.3.2012    Druckansicht Zur Druckansicht - Schwarzweiß-Ansicht     Seite empfehlen  Diese Seite weiterempfehlen

 

 
Asmus Trautsch
Lyrik