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Arne Rautenberg
nun geh ohne angst vor der schönheit

ohne angst vor der schönheit das mädchen vorm fenster
der schwung ihrer hüfte so einfach das spielbein das standbein
im weißweichen kleid die landschaft dahinter wer wollte sie

sehen nicht die männer mit ihren asphaltköpfen nicht
die männer mit ihren betonhauben nicht die männer
die wie streichhölzer zusammen am abgrund der reibefläche

stehen gute tinte schlechte tinte nach dem blühen der blüten
soll man den verwelkten blütenstiel komplett abschneiden
mein irrsinniger spermastrahl fliegt um mich rum durchs

leere zimmer wo bin ich in dieser sonntagsnacht die uhren gehen
eine märzstunde wieder voraus bald fängt alles zu blühen
an verdammt aufgeladen die zeiger der natur wie sie uns

ihren stinkefinger zeigen aus der erde heraus sich aus dem staub
machen es kann wieder atmen wer will ich freu mich drauf das
ist die wahrheit dieser elende tag soll verrecken mit seinem

kalten wind der druck der fingerkuppen auf die widerstandslosen
tasten ein gleiten in die scheiße des tages zurück zur zahn
bürste in das erste flattern des zitronenfalters etwas passiert

hält sich in der luft wie es eben noch geht gute tinte schlechte
tinte marshallplan fürs geile treiben unter eins zwei drei decken
ihr warmsanftes wann kommen die schlechten träume welche

doch die guten träume sind man wacht glücklicher nach ihnen
auf hinter den wolken ziehen die wolken von morgen schon spannt
sich das leder an schenkeln wies glänzt unter spannung nun geh

Arne Rautenberg  27.07.2010     Druckansicht  Zur Druckansicht - Schwarzweiß-Ansicht    Seite empfehlen  Diese Seite weiterempfehlen

 

 

 
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