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laub

du folgst mir ja immer und ich bin im laub mein versteck ist das knistern das gelb und das rot. du an meinen fersen obwohl ich in winterschlaf falle versteckt unter blättern. du weißt gar nicht wie es dort ist unter süßtrüben decken. wie wärmen die mich wenn die luft waagrecht geht stürmt und kalt wird. ich bin dort mit tieren du suchst mich im herbst und warum bleibst du mir auf den fersen wie sporen aus hartem metall. unter diesem gefallenen laub wohne ich. ich bin unter blättern von ahorn vergraben es riecht hier nach allem was fällt und zerstaubt richtung schnee. dieser schnee. wenn er erst uns wie pulvernes meer deckt reinweiß ohne schritte und ganz ohne laut. still. still nimmt der schnee alles laub ein. unter diesem gefallenen schnee wohne ich und der schlaf hat mich schon eingedunkelt in winterne zeit (dass ich meine für immer). sind nur tage nur reihen von tagen. an meinen fersen bist immer noch du. wir sind unter laub und mit tieren. mein puls sinkt mit dir richtung schnee.

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